Herausforderung Ginseng: Die gesunde Wurzel im Garten anbauen In asiatischen Regionen ist der Panax Ginseng schon seit Jahrtausenden fester Bestandteil der Medizin und Kräuterheilkunde. Sie galt als die Wurzel der Könige, denn von ihren Heilkräften durften lange Zeit nur Adlige und Aristokraten profitieren. Immerhin galt Ginseng als Garant für ein langes, gesundes Leben. Und tatsächlich bestätigen auch moderne Studien und Untersuchungen, dass der Ginseng die ihm zugeschriebenen Heilkräfte tatsächlich aufweist. Er stärkt das Immunsystem, verbessert das Konzentrations- und Leistungsvermögen, wirkt Stress und Müdigkeit entgegen und kann als Stimmungsaufheller eingesetzt werden.

Wenn man sich dafür entscheidet, Ginseng im eigenen Garten anzupflanzen, hat man dauerhaften Zugriff auf diese kleine Wunderwurzel. Allerdings ist Panax Ginseng auch nicht als die pflegeleichteste Gartenpflanze bekannt. Aber spätestens, wenn der Flachblüher das erste Mal mit seinen knallig roten Beeren die Vielfalt im Garen bereichert, hat es sich gelohnt, die Herausforderung Ginseng anzunehmen.

Das Wichtigste über den Panax Ginseng

Angepflanzt wird die Ginsengwurzel am besten im Frühling.
Wer Ginseng durch Samenaussaat anpflanzt, sollte dafür den Spätherbst wählen.
Erntezeit für Ginseng ist der Herbst.
Panax Ginseng zählt zu den Araliengewächsen.
Er wächst meist nicht höher als ca. 40 Zentimeter.
Seine Blätter und Früchte zeichnen sich durch satte Farben aus.
Ginseng ist winterhart.
Man kann ihn hervorragend als Bodendecker großflächig anpflanzen.
Ab dem dritten Jahr wachsen an der Pflanze rote Beeren.
Der überirdische Pflanzenteil stirbt im Herbst ab und treibt im Frühjahr neu aus.
Ginseng wächst nicht senkrecht in den Boden, sondern in einem Winkel von 45°.
Die Wurzeln gabeln sich in alle Richtungen und wachsen jedes Jahr deutlich weiter.
Darum benötigt Ginseng genügend Platz und Abstand zur nebenstehenden Pflanze.

Mit welchen Pflanzen passt Ginseng zusammen?

Da Ginseng bodennah blüht, ist es wichtig, dass er im Frühling nicht von anderen Gartenpflanzen überwuchert wird. Das Beet, in dem Ginseng angepflanzt wird, sollte darum sorgfältig und umsichtig von Unkraut frei gehalten werden. Andere niedrig wachsende Pflanzen graben dem Ginseng schnell den Raum ab. Insbesondere Farne sollten nicht in der Nähe stehen. Sie können Chemikalien freisetzen, die Nachbarpflanzen abtöten können.

Sehr gut verträglich ist Ginseng hingegen mit Preiselbeeren, Azaleen, Rhododendron oder Heidekraut. Auch Moose passen gut in die Umgebung von Ginseng.

Da der Panax Ginseng in schattigen Bereichen am besten wächst, sind hohe Sträucher und Bäume gut geeignete Nachbarn für ihn.

Die Besonderheiten beim Anbau von Ginseng

Der Standort sollte tendenziell schattig gewählt sein. In China und Korea, wo der Ginseng ursprünglich herkommt, wächst die Wurzel vorwiegend in waldigen und gebirgigen Regionen. Der Boden sollte also locker und im Idealfall humos sein. Wobei Ginseng auch mit spartanischer, sandiger Bodenbeschaffenheit klar kommt. Düngemittel allerdings zerstören die sensible Pflanze.

Das Beet muss vor Staunässe ebenso geschützt werden wie vor Wühlmäusen. Wo kein Hügelbeet oder Abhang verfügbar ist, schaffen eine Drainage und Maschendrahtabtrennungen Abhilfe. Im Winter sollte die Ginsengbepflanzung durch Mulch und Stroh vor Erfrierungen geschützt werden. Umliegende Pflanzen sollten Schatten spenden, aber nicht zu übermäßigem Austrieb neigen.

Wird Ginseng über die Wurzeln vermehrt bzw. angebaut, kann man sowohl mit jungen Wurzeln beginnen oder auch mit etwas älteren. Für einen schnellen Blütenzauber, eine frühere Ernte und eher ungeduldige Gartenfreunde sind Ginsengwurzeln ab etwa drei Jahren zum Anbau zu empfehlen. Denn Panax Ginseng braucht neben den richtigen Bedingungen auch viel Geduld.

Er blüht das erste Mal nach durchschnittlich 3 Jahren.
Die Wurzel kann frühestens nach 4 Jahren erstmals geerntet werden.
Je älter die Wurzel ist, desto stärker die Wirkkräfte des Ginsengs.
Das eigentliche Erntealter für Ginsengwurzeln beträgt ca. 8 bis 10 Jahre.

Um möglichst früh von der Schönheit der roten Beeren im Garten und den Kräuterkräften der Wurzel zu profitieren, sind dreijährige Panaxwurzeln besser geeignet. Grundsätzlich kann man Ginseng aber sehr wohl auch aus Samen ziehen. Entweder durch direkte Aussaat oder indem man die gezogenen Setzlinge im Frühling im Garten aussetzt.

Der Samen des Ginseng kann im Herbst gewonnen werden. Dazu muss man die roten Früchte ernten. Ginseng aus Samen zu ziehen birgt aber weitere Herausforderungen. Denn die Samen müssen für eine perfekte Zucht vorbehandelt werden. Mit einer Wurzelaussaat kann man sich diesen Umweg und Aufwand sparen.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.