Gartengestaltung und Gartenarbeit als Allergiker Gartenarbeit, Gartenpflege, Gartengestaltung kann einen wunderbaren Ausgleich zum Alltagsstress darstellen. Außerdem ist es ein kreativer Prozess, bei dem man sich einen individuellen Rückzugsort nach eigener Façon erschaffen kann. Allerdings hat die Arbeit im heimischen Garten mitunter auch ihre Tücken. So etwa für Menschen, die mindestens empfindlich, wenn nicht gar allergisch auf bestimmte Pflanzen- und Insektengifte reagieren.

Allergien und Gartenarbeit

Allergien gibt es verschiedenen Formen. Das beste ist, eigene Unverträglichkeiten bereits bei der Planung des Gartens zu bedenken. Das bedeutet etwa, die Pflanzenarten so auszuwählen, dass man nicht von allergischen Reaktionen geplagt wird, wenn man im Garten arbeitet oder ausspannt. Bei Pollenallergien ist das dank allergikerfreundlichen Pflanzen eine einfach zu lösende Aufgabe. Für Menschen mit Asthma oder Schwierigkeiten in den Atemwegen, können auch sehr intensiv duftende Pflanzenarten ein Allergietrigger darstellen. Und so wichtig Gärten als Biotop für heimische Insekten sind, für Insektengift-Allergiker können Pflanzen, die besonders viele Insekten anziehen, tückisch sein.

Tipps zur Gartengestaltung und Gartenarbeit als Pollenallergiker

  • Farbenfrohe, auffällige und große Blüten (sogenannte Bienentrachtpflanzen oder Bienenweiden) entwickeln insgesamt weniger Pollen, die überdies größer und schwerer sind, weshalb sie für die Atemwege unproblematischer sind.
  • Von vielen Gehölzen wie Hortensien, Forsythien, usw. gibt es Zwergzüchtungen, die keine Blüten tragen. Eine ideale Alternative für Pollenallergiker.
  • Gartenarbeit früh morgens bei Tau oder nach einem Regenschauer reduziert die Allergene. Alternativ kann man seinen Garten auch mit dem Gartenschlauch befeuchten.

Tipps zur Gartengestaltung und Gartenarbeit als Insektenallergiker

  • Die hohe Luftfeuchtigkeit nach einem Regen, eventuell in Kombination mit sommerlich warmen Temperaturen, lockt Insekten geradezu an. Die Gartenarbeit sollte eher bei trockenen Luftverhältnissen erledigt werden.
  • Pflanzen mit knalligen und großen Blüten sind ein Magnet für bestäubende Insekten wie Bienen und Hummeln. Wer gegen Insektenstiche allergisch ist, sollte diese Pflanzen meiden.

Ganz vermeiden lassen sich Insekten im Garten (zum Glück) nicht. Einige Verhaltensregeln helfen, das Risiko von Insektenstichen zu vermindern:

  • Grelle oder schwarze Kleidung vermeiden und stattdessen auf gedeckte Farben wie khaki oder beige setzen.
  • Lange Haare zurückbinden, ggf. einen Hut oder Tuch tragen, um zu verhindern, dass sich Insekten im Flug darin verheddern können.
  • Vorsicht beim Ausschütteln der Gartenkleidung, eventuell hat sich ein Insekt darin verfangen.
  • Auf Parfums, stark duftende Seifen und Puder verzichten. Die Duftnoten können Insekten anziehen.
  • Gute Schutzkleidung tragen und niemals barfuß oder mit Sandalen im Garten arbeiten. Besonders nicht dort, wo Teiche oder Blütenbeete angelegt sind.

Was tun, wenn man gestochen wurde

Stiche und Bisse von Insekten führen bei den meisten Menschen zu einer unmittelbaren Reaktion. Üblicher Weise in Form von Quaddeln, die je nach Insektenart und Empfindlichkeit unterschiedlich groß ausfallen können – bei einem Bremsenstich, einem Wespenstich oder einem Ameisenbiss wird ein Giftstoff abgegeben, der übliche Weise in einer juckenden, geschwollenen roten Verfärbung der Biss- oder Stichstelle resultiert.

Als Notfallmaßnahme können Eiswürfel, heiße Löffel und Cremes gegen den Juckreiz erste Linderung verschaffen. In extremen Fällen sollten Antihistamine bereit liegen, um die Effekte eines Bisses oder Stichs zu limitieren. Allergiker sollten unbedingt unmittelbar den Notarzt rufen.


Foto von Lisa Fotios von Pexels


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