Sechs Beine, die Gartenbesitzern auf die Nerven gehen – Ameisen Wer ebenerdig wohnt oder Garten und Terrasse hegt und pflegt kennt das Problem dieser eher ungebetenen Gäste: Ameisen. Ihre Straßen führen nicht selten über die frisch gepflasterten Gartenwege und Terrassenflächen. Dabei machen die fleißigen Tierchen auch vor noch so engen Ritzen im Gemäuer oder noch so hohen Hindernissen nicht halt. Auf der Suche nach Nahrung verschlägt es einige dieser eifrigen Spurenleger und -sucher gern auch schon mal in die Vorratsschränke der Republik. Das Verhältnis zwischen Haus- und Gartenbesitzer und Ameise ist daher ein eher gespaltenes. Denn eine Ameisenstraße über die Terrasse durchs Wohnzimmer in die Küche und zurück in den Garten kann man nicht wirklich brauchen. Andererseits sind Ameisen aber wichtige Helfer, die das Ökosystem Garten, Wald und Wiese im Gleichgewicht halten. Ein durchschnittliches Ameisenvolk besteht allerdings auch aus bis zu 500 Arbeiterameisen – und das sind genau die, die im Garten und auf der Terrasse schnell lästig werden können. Wie kann man einer Ameisenplage also vorbeugen oder sie abwenden, ohne dem Volk die Lebensgrundlage zu entziehen oder es gar zu vernichten?

Tipps für den effizienten Umgang mit den sechsbeinigen Nachbarn

Die beiden häufigsten Ameisenarten in deutschen Gärten sind die Schwarze und die Gelbe Wegameise. Während die Schwarze sich bevorzugt unter gepflasterten Flächen – wie es ebenerdige Terrassen oft sind – häuslich einrichtet, findet die Gelbe das Leben am Busen der Natur sehr viel spannender und haust vorrangig a
uf, in und unter Grünflächen. Wer nun eine gepflasterte Terrasse in einem grünen Gartenparadies angelegt hat, holt sich gleich die doppelte Freude „ins Haus“.

Tipp: Schon bei der Planung von Garten und Terrasse die Vorliebe dieser Tierchen im Hinterkopf haben und mit in die Gartengestaltung einbeziehen. Wer der Schwarzen Wegameise kein Asyl geben möchte, kann zum Beispiel Basaltsplitt als Fundament für die Pflastersteine benutzen und mit Kunstharzmörtel fugen.

Wer nach der letzten Gartenparty oder dem Grillabend am Vorabend noch nicht aufgeräumt hat schickt Ameisen übrigens eine direkte Einladung in den Bau. Allerdings bieten sich die Reste der letzten Feierlichkeit auch hervorragend als Ameisentilgungsmittel an. Abgestandenes Bier etwa lockt die kleinen Krabbeltiere zuverlässig an. Strategisch auf der Ameisenstraße platziert, ertrinken die Ameisen in den feucht-fröhlichen Überbleibseln der Gartenbesitzer.

Tipp: Besonders gut funktioniert dieser Trick, wenn man dem abgestandenen Bier noch etwas Honig beimischt. Wer sich aber nicht des Ablebens der eigentlich nützlichen Gesellen schuldig machen möchte, kann die Ameisen auch mit ätherischen Aromen wie Lavendel, Nelken, Chili, Zitrus oder Lavendel gezielt von ihrem Weg abbringen und ihnen eine sanfte Umleitung bauen.

Haben es sich die Ameisen in Garten und Terrasse erst einmal gemütlich gemacht, wird es schwer, ihrer noch Herr zu werden. Vor allem dann, wenn man nicht zu vernichtenden Maßnahmen greifen möchte. Eventuell kann man – gewusst wie – die Nutztierchen noch zu einem Nestumzug überreden; wenngleich gutes Zureden hier wahrscheinlich nicht mehr helfen wird. Allerdings gibt es ein paar brauchbare Tipps und Tricks, wie man Ameisen von der Attraktivität eines Eigenheimes an anderer Stelle im Garten überzeugen kann. Zu finden etwa auch bei www.ameisen-ratgeber.de.

Und wenn alle Stricke kurz vor dem Reißen sind oder dies bereits getan haben … in gravierenden Fällen also, in denen nur noch eine großangelegte Zwangsumsiedelung der Ameisen hilft, kann man sich immer noch vertrauensvoll an Experten beim lokalen Forstamt, Naturschutzbund und ähnlichen Ameisen freundlich gesinnten Stellen wenden.

Übrigens: Auch wenns der Volksmund anders will, Backpulver hilft eher suboptimal gegen die Sechsbeiner.

Foto von noxuhome.com


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