Das richtige Feuerholz
Wenn draußen der Wind Regen und Schnee an die Scheiben peitscht, gibt es kaum etwas Gemütlicheres, als es sich mit einer Tasse Tee, heißer Schokolade oder einem Glas Wein in eine Decke eingekuschelt vor dem Kamin gemütlich zu machen.

Wem der Sinn nach Outdoor-Romantik steht, kann sich mit einer Feuerstelle (bitte richtig gesichert!) echtes Wildwestflair in den heimischen Garten holen. So schafft man Abenteuer für die Kids und eine Rückzugsmöglichkeit für die Zeit zu zweit gleichzeitig.

Wie man es dreht oder wendet, offenes Feuer ist ein reizvolles Accessoire sowohl für drinnen, als auch für draußen. Kaminwärme ist eine sehr wohlige Art und Weise zu heizen und sorgt für ein angenehmes Klima Zuhause. Eine offene Grillstelle im Garten ist eine tolle Möglichkeit zur Freizeit- und Gartengestaltung. Und was braucht es für ein perfektes, wärmendes Feuer? Klar…

… das richtige Feuerholz

Vorweg sei gesagt, dass Laubholz für an langanhaltendes Feuer grundsätzlich besser geeignet ist. Nadelholz wie Fichte oder Kiefer verströmen beim Verbrennen zwar einen intensiveren Duft, haben aber zwei Nachteile: Sie enthalten viel Harz und dieses wiederum neigt beim Verbrennen zum Spritzen und kann zu Verletzungen führen. Außerdem brennt Nadelholz schnell ab, sodass man für ein ergiebiges Feuer mehr Holz benötigt und häufiger nachlegen muss. Genau diese Eigenschaften machen Nadelhölzer aber zum idealen Anzündholz für das Hartholz in der Feuerstelle oder im Kamin. Besonders geeignet für ein gleichmäßiges Flammenbild und eine lange Brenndauer ist dann Buchen- oder Eichenholz.

Worauf beim Holz zu achten ist

Wichtig ist vor allem, dass das Holz den richtigen Trockenheitsgrad hat. Wenn Holz noch zu feucht ist, lässt es sich nicht schwerer anzünden. Auch die Rauchentwicklung ist enorm hoch. Das ist nicht nur unangenehm, sondern unter Umständen ungesund. Und wenn das im Garten passiert, ist es vielleicht auch für die Nachbarn störend. Darum ist gut durchgetrocknetes Holz ein Muss – egal, ob im Kamin oder an der Grillstelle im Garten. Besonders geeignet ist Hartholz nach etwa zwei bis drei Jahren Trockenzeit. Wenn das Holz älter ist, wird es morsch und verbrennt wiederum sehr schnell, erzeugt also nicht die Wärme, entwickelt nicht die Flammen und Brenndauer, die es für ein schönes Feuer braucht.

Die Lagerung von Holz

Das Brennholz sollte in einigermaßen gleichgroßen Scheiten (zwischen 20 und 30 cm sind ideal) an einem trockenen Ort gestapelt werden. Für eine schöne Landhausoptik eignet sich ein kleines Vordach an der Hauswand, unter dem das Brennholz gelagert wird. So ist es zudem dekorativ vor Sturm und Regen weitestgehend geschützt – sollte es einmal nötig werden, kann das Holz mit einer Plastikplane abgedeckt werden. Die Plane aber bitte nur so lange wie nötig auf dem Holz lassen und so locker befestigen, wie möglich, damit die Luft zwischen den Scheiten und rund um den Stoß zirkulieren kann. Noch besser ist es, das Brennholz auch auf einem luftdurchlässigen Unterboden (zum Beispiel einer Europalette) zu stapeln.

Jetzt geht’s ans Holz machen

Mal ehrlich, wenn schon Kamin und Feuerstelle, dann doch bitte richtig. Natürlich kann man längst auch Holzscheite kaufen, dabei zahlt man als Kunde aber oftmals drauf. Und irgendwie wäre es ohnehin nur der halbe Spaß: Selber Holz machen ist Teil des Abenteuers und erlaubt es, erstens an der frischen Luft zu sein und zweitens in den Genuss eines integrierten Fitnesstrainings zu kommen. Für den heimischen Gebrauch ist eine Spaltaxt zum Holzspalten entsprechend völlig ausreichend.

… und danach hat man sich einen entspannten Abend vor dem Kamin redlich verdient und kann ihn erst so richtig genießen!


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